Lindau ⇢ Lindau am Bodensee

Lindau — Stadt der Psychotherapie-Wochen

Lindau, das einstmals idyllische Städtchen am Bodensee im Dreiländereck Deutschland – Österreich – Schweiz, ist heute bekannt für die besondere Lindauer Beziehung zu Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die sich jedes Jahr im April für zwei Wochen zum "Wohlfühlen" in der Inselhalle Lindau treffen – zu den Lindauer Psychotherapiewochen.

Weithin bekannt ist Lindau außerdem für die Lindauer Fatih Moschee und als langjähriger Nobelpreisträger-Treffpunkt mit der Lindauer Nobelpreisträgertagung. Und jüngst erlangte die Lindauer Stadtverwaltung Bekanntheit für ihre innovative Anwendung psychologischer Methoden zur Steigerung der Wohlfühl-Atmosphäre in ihren Besucherräumen.

Lindauer Psychotherapiewochen

Die Lindauer Psychotherapiewochen (LP) als Fachtagung für die psychotherapeutische Fortbildung und Weiterbildung in tiefenpsychologischer Psychotherapie, Psychiatrie und Psychosomatik von Ärzten, Diplom-Psychologen sowie Kinder- und Jugendlichen­psychotherapeuten finden seit 1950 jährlich für zwei Wochen im April in Lindau am Bodensee statt. Zwar bieten die Lindauer Psychotherapiewochen kaum zeitgemäße Weiterbildung für die als nachgewiesen wirksam bekannte kognitive Psychotherapie und kognitive Verhaltenstherapie, sondern pflegen vielmehr psychodynamische, psychoanalytische oder tiefen­psychologische Wohlfühl-Inhalte. "Die Idee der Tagung ist" vielmehr, wie es bei den Lindauer Psychotherapiewochen heißt, "einander zu begegnen und dabei den Wohlfühlfaktor Lindaus zu genießen". Immerhin akzeptiert die Psychotherapeuten­kammer Bayern (PTK Bayern) die Lindauer Psychotherapiewochen als Nachweis für die Weiterbildung von Psychotherapeuten, so dass das Geschäft mit dem Sammeln der Weiterbildungspunkte durch Wohlfühl-Psychotherapie auch bei Kulturarmut und schlechtem Wetter läuft.

Lindauer Fatih-Moschee

Die Lindauer Fatih-Moschee ist eine überregional besuchte Moschee des Türkisch-Islamischen Kulturvereins der Diyanet in Lindau am Bodensee. Der Verein zur Lindauer Fatih Moschee, der die neue Moschee im Jahr 2008 baute, wurde 1985 unter dem Dachverband DITIB gegründet. Die Moschee verfügt über eine Kuppel und zwei Minarette und ihr Name geht auf Fatih Sultan Mehmed II. zurück, der 7. Sultan der Osmanen war und von 1451 bis 1481 regierte. Den Titel "Fatih" (Eroberer) nahm er an, nachdem er Konstantinopel erobert hatte. Seine Nachfolger erobern und bereichern Lindau umfänglich mit ihrer Sprache und Kultur auf friedlichere Weise. Mit ihrem robusten Kulturbewusstsein bringen sie die Kultur, die den Deutschen fehlt. Die türkischstämmige "Integrationsbeauftragte der Bundesregierung" aus den Reihen der SPD, Aydan Özoğuz, stellte im Berliner "Tagesspiegel" am 14.05.2017 regierungsamtlich fest,* was auch für Lindau gilt: "eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar". So hat der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder wegweisend schon 2012** auf einem Kulturfest der türkischen Ditib-Gemeinde vor etwa 1000 Zuhörern im Festzelt erklärt: "Der Islam ist ein Bestandteil Bayerns." Wer gern seinen Urlaub in der Türkei verbringt, wird sich jetzt auch in Lindau wohl fühlen.

Lindauer Nobelpreisträgertagung

Die Lindauer Nobelpreisträgertagung (Lindau Nobel Laureate Meetings) belebt Lindau seit 1951 für eine knappe Woche im Juni. Für bescheidene sechs Tage im Jahr trifft sich ein kleiner Teil der internationalen Nobel-Intelligenz in der Inselhalle Lindau. Diese kurze intellektuelle Begegnung muss bei der regierungsamtlich festgestellten deutschen Kulturarmut als geistige Triebkraft für Lindau das ganze Jahr ausreichen, weshalb der SPD-Oberbürgermeister von Lindau, Dr. Gerhard Ecker, folglich in der "Schwäbischen Zeitung" am 17.01.2018 wirtschaftlich überzeugend erklärte: "Die Inselhalle wäre ohne die Lindauer Nobelpreisträger­tagung nicht erweitert und saniert worden." Ein ökonomischer Sachverstand, der wahre Intelligenz zu würdigen versteht und für den Nobelpreis für Ökonomie vorgeschlagen zu werden verdient: "Die Kosten für den Bau sind inzwischen auf mehr als 50 Millionen Euro gestiegen", schrieb die "Süddeutsche Zeitung" am 16.09.2017. Und die Fertigstellung hat sich durch die besondere Tüchtigkeit des Oberbürgermeisters als Bauherr und seiner regionalen Auftragnehmer noch Anfang 2018 so weit verzögert, dass bereits für die Inselhalle Lindau fest gebuchte Veranstalter aus derselben wieder ausgeladen werden mussten.

"Lindauer Willkommensblick" als Amtskultur

Zu den wundervollen Sehenswürdigkeiten, die Lindau am Boden­see nicht nur Besuchern, sondern auch Einwohnern zu bieten hat, gehört neben der unter Denkmalschutz stehenden Altstadt mit dem prächtigen Rathaus (erbaut 1422–1436) das Bürgerbüro, früher Ein­woh­ner­mel­de­amt genannt. Dort sind unter der Aufsicht von Amtsleiter Klaus-Dieter Steffl erbauliche Texte zu bestaunen, die Mitarbeiter der Stadt Lindau zur autosuggestiven Mobilisierung ihrer gesamten Energie für die Besucher des Bürgerbüros angebracht haben. Lindau ist beispielhaft für die Nutzung von psychologi­schen Nudging- und Psychotherapie-Techniken zur Steuerung der Kommunikation zwischen der Behörde und dem Bürger – durch die beeindruckende Bündelung der dekadenten, negativen Energie der städtischen Amtsträger im amtlichen "Lindauer Willkommensblick", dem heimlichen Markenzeichen der Köter-Stadt*** Lindau am Bodensee, den man beim Besuch der Lindauer Behörden erleben kann. Botschaft des "Lindauer Willkommensblicks": "Ich brauche keinen Mittelfinger. Ich kann das mit den Augen." Und wer bei den Lindauer Amtsträgern die Blicke nicht zu lesen versteht, bekommt das im Bürgerbüro Lindau auch in gedruckter Form präsentiert.

*   DER TAGESSPIEGEL, 14.05.2017. Özoğuz, Aydan (Integrationsbeauftragte des Bundes, SPD): "Gesellschaftsvertrag statt Leitkultur. Leitkultur verkommt zum Klischee des Deutschseins."

**  Abendzeitung München, 30.05.2012. "CSU-Politiker Söder: 'Der Islam ist ein Bestandteil Bayerns'." [Im Zeitungstext: "Markus Söder hat mit einer Rede in Nürnberg überrascht. 'Der Islam ist ein Bestandteil Bayerns', sagte der CSU-Politiker. Jetzt weilt Söder im Urlaub - in der Türkei."]

*** DIE WELT, 28.02.2017. "Deutsche dürfen ungestraft 'Köterrasse' genannt werden".  [Ein ehemaliges Vorstandsmitglied des Türkischen Elternbunds Hamburg hatte die Deutschen pauschal in einem Facebook-Beitrag auf türkisch als "Köterrasse" beschimpft. Im Zeitungstext: "Die Hamburger Staatsanwaltschaft sieht jedoch weder in einzelnen noch in sämtlichen Aussagen nicht den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt, teilte eine Sprecherin am Dienstag mit. Die Begründung: 'Es muss sich um eine Gruppe handeln, die sich durch irgendein festes äußeres oder inneres Unterscheidungsmerkmal als äußerlich erkennbare Einheit heraushebt.' Für die Bezeichnung 'Deutsche' treffe das nicht zu, da diese sich nicht 'als unterscheidbarer Teil der Gesamtheit der Bevölkerung abgrenzen lässt'. Und weiter: 'Bei allen Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft handelt es sich um die Bevölkerungsmehrheit und daher nicht um einen Teil der Bevölkerung'. Weil es sich also nicht 'um einen verhältnismäßig kleinen, hinsichtlich der Individualität seiner Mitglieder fassbaren Kreis von Menschen handelt', könne das Kollektiv der Deutschen nicht beleidigt werden, heißt es in den Ausführungen der Staatsanwaltschaft, die der 'Welt' vorliegen. Somit bleibt die Aussage straffrei und ist weiter erlaubt." Der staatsanwaltschaftlichen Feststellung, dass Deutsche rechtlich korrekt als Köter betrachtet und behandelt werden dürfen, hat sich die Stadt Lindau vorbildlich angepasst, wie wir als Lindauer Psychotherapeuten anhand unserer eigenen Behandlung durch die Lindauer Behörden erfahren haben.]

Zuletzt aktualisiert am 09.02.2018.

 
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